Schwitzen

Hyperhidrose – Wenn Schwitzen nicht gesund ist

Als lebenswichtige Funktion dient Schwitzen dem Organismus zur Regulierung seiner Körpertemperatur. Ab wann es als starkes Schwitzen gelten kann, ist von einer subjektiven Einschätzung der Betroffenen abhängig. Übermäßiges Schwitzen – die sogenannte Hyperhidrose – tritt weltweit bei etwa 3 Prozent der Menschen infolge oder aufgrund einer Krankheit auf. Sie kann generalisiert oder lokal begrenzt sein. Dabei bilden sich innerhalb von 5 Minuten bis zu 100 Milligramm Schweiß in der Achselhöhle.

Die Übergänge verlaufen fließend

Ob ein natürlicher oder ein krankhafter Prozess vorliegt, hängt davon ab, wie Betroffene die vermehrte Schweißbildung ihres Körpers wahrnehmen. Aus medizinischer Sicht sind die Übergänge zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität durch starkes Schwitzen schwer abgrenzbar und verlaufen oft fließend. Übermäßiges Schwitzen tritt unabhängig von der körperlichen Aktivität, der bestehenden Temperatur sowie der Tages- oder Jahreszeit auf. Sobald das Schwitzen als unangenehm und störend empfunden wird, sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Die Einteilung der Hyperhidrose

Bei einer generalisierten Hyperhidrose zeigt sich die vermehrte Schweißbildung großflächig oder am ganzen Körper. Bleibt eine übermäßige Transpiration auf Achseln, Hände, Füße oder Kopf begrenzt, liegt eine lokale Hyperhidrose vor.

Tritt bereits in der Pubertät ohne erkennbaren Grund ein starkes Schwitzen auf, sprechen Mediziner von einer primären Hyperhidrose. Sie ist die häufigste Form, bei der das krankhafte Schwitzen lebenslang bestehen bleibt.

Übermäßiges Schwitzen kann spezielle Krankheitsbilder begleiten. Dazu gehören hormonell bedingte Veränderungen (Hypophysenunterfunktion, Wechseljahre, Schilddrüsenüberfunktion), bösartige Erkrankungen, neurologische Auffälligkeiten, Diabetes, Herzschwäche, Adipositas, Arzneimittelwirkung, chronische Infekte und psychische Probleme. Diese Form der Erkrankung wird als sekundäre Hyperhidrose bezeichnet.

Wahrscheinlich höhere Dunkelziffer der Betroffenen

Untersuchungen zufolge ist ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland an einer Hyperhidrose erkrankt. Die tatsächliche Anzahl ist wahrscheinlich deutlich höher, da sich viele Betroffene scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Übermäßiges Schwitzen ohne erkennbaren Grund ist nicht nur durch vermehrte Schweißbildung ersichtlich, sondern verursacht auch einen unangenehmen Geruch. So kann starkes Schwitzen zu einer großen Belastung im beruflichen und persönlichen Umfeld der Betroffenen führen. Gesellschaftlich werden Menschen mit einem krankhaften Schwitzen vorschnell als nervös, unsicher oder unsauber bewertet. Daraus entwickelt sich für viele Erkrankte ein Leidensweg mit Angst, Depression, Einsamkeit und Benachteiligung.

Axilläre Nässe

Das Ausmaß einer erhöhten Transpiration in den Achselhöhlen ist anhand von Schweißflecken auf der Oberbekleidung erkennbar. Ärzte empfinden einen handtellergroßen Fleck als normal. Die axilläre Hyperhidrose nicht willentlich beeinflussen zu können, ist für viele Betroffene mit Angst verbunden, die den Achselschweiß verstärkt und die Lebensqualität beeinträchtigt.

Warum schwitzen wir?

Schwitzen als natürliche Klimaanlage unseres Körpers

Je heißer es wird, umso mehr schwitzen wir. Schweiß besteht zu 99 % aus Wasser und Salz. Das restliche eine Prozent teilen sich über 250 Substanzen, die mit dem Schweiß ausgeschieden und durch starkes Schwitzen aus dem Körper geschwemmt werden. Übermäßiges Schwitzen geht mit einem starken Geruch einher, der in unserer Gesellschaft mit Unsauberkeit und mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht wird. Dabei ist Schweiß eigentlich geruchlos.

Ursachen von Schweißbildung und Schweißgeruch

Bei heißen Temperaturen, bei sportlicher Betätigung, aber auch beim Tragen von Kleidung aus schweißfördernden Materialien sondert der Körper Schweiß ab. Diese geruchlose Flüssigkeit dient der Temperaturregulierung des Körpers und schließt aus, dass wir überhitzen. Frischer Schweiß ist entgegen der weit verbreiteten Meinung jedoch geruchlos. Dass starkes Schwitzen mit dem bekannten und wenig beliebten Schweißgeruch einhergeht, liegt daran, dass die Verbindung von Schweiß und Bakterien auf der Hautoberfläche zu einer chemischen Reaktion und damit zur Bildung von Schweißgeruch führt. Schweiß schwemmt Giftstoffe aus dem Körper und dient der Regulierung der Körpertemperatur, wodurch er sich vor allem bei kräftezehrender Betätigung in größerer Menge bildet. Jeder Mensch verfügt über zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen, die über den gesamten Körper verteilt sind. Dabei unterscheidet man zwischen apokrinen und ekkrinen Schweißdrüsen, von denen lediglich die apokrinen Drüsen Geruch durch übermäßiges Schwitzen begünstigen. Diese liegen vor allem unter der Achselhöhle und scheiden eine besonders große Menge an Flüssigkeit aus.

Gründe für eine erhöhte Schweißbildung

Die körpereigene Klimaanlage springt immer dann an, wenn die Physis oder die Psyche Belastungen ausgesetzt werden. Nicht nur bei Muskelarbeit oder bei heißen Temperaturen, sondern auch in emotionalen Belastungssituationen reagieren wir mit übermäßiger Schweißbildung. Hormonelle Veränderungen begünstigen starkes Schwitzen ebenso wie die Pubertät oder eine nervöse Anspannung. In den wenigsten Fällen ist übermäßiges Schwitzen eine Begleiterscheinung von Erkrankungen, sodass man sich trotz schneller und starker Schweißbildung nicht unbedingt Gedanken um die Gesundheit machen muss. Auch wenn Schwitzen als unangenehm empfunden und unberechtigterweise mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht wird, handelt es sich doch um eine der natürlichsten und wichtigsten Reaktionen des menschlichen Körpers. Bei höherer Belastung, bei Angst oder Wut kann starkes Schwitzen eine Begleiterscheinung sein und die im aufgeregten Zustand erhöhte Körpertemperatur effektiv senken. Lediglich übermäßiges Schwitzen ohne erkennbare Ursache sollte ein Anhaltspunkt für eine medizinische Untersuchung und die Einleitung von Gegenmaßnahmen sein.

Hyperhidrose

Ursachen der übermäßigen Schweißproduktion

Die Schweißbildung bei körperlicher Anstrengung oder mentaler Belastung ist ganz normal und dient dem Körper als natürliche Klimaanlage. Einige Menschen leiden jedoch an einer übermäßigen Schweißbildung, einer Hyperhidrose, wie krankhaftes Schwitzen auch bezeichnet wird. Welche Form einer Hyperhidrose vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten es für den Betroffenen gibt, lässt sich bei einem Arzt abklären.

Normales Schwitzen und krankhaftes Schwitzen

Bei starker körperlicher oder psychischer Anstrengung, in Ausnahmesituationen oder bei Wut und Angst schwitzt man stärker und neigt zur punktuellen oder zur flächendeckenden Schweißbildung. Vor allem unter den Achseln, an den Fußsohlen und Händen sowie auf der Stirn bildet sich sichtbarer Schweiß. In diesem Fall ist das Schwitzen ganz normal. Es handelt sich um eine natürliche Reaktion auf einen Ausnahmezustand, Schweißbildung sorgt für die Regulierung der Körpertemperatur. Wenn der Körper jedoch übermäßig Schweiß produziert, ohne dass es einen Grund gibt, spricht man von Hyperhidrose oder krankhaftem Schwitzen. Beispielsweise, wenn weder hohe Temperaturen herrschen noch körperliche Aktivitäten oder Stress als Ursache für das Schwitzen in Frage kommen. Hyperhidrose kann in generalisierter und lokalisierter Form auftreten. Bei Betroffenen, die am ganzen Körper übermäßig schwitzen, spricht man von generalisierter Hyperhidrose. Tritt die übermäßige Schweißproduktion hauptsächlich an einer bestimmen Körperstelle, beispielsweise unter den Achseln, auf, spricht man von einer lokalisierten Hyperhidrose. Weiterhin kann starkes Schwitzen allein (primäre Hyperhidrose) oder als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung (sekundäre Hyperhidrose) auftreten. Die Ursachen einer primären Hyperhidrose sind bislang nicht bekannt.

Schwitzen als Krankheit – belastend für Betroffene

Krankhaftes Schwitzen ist für Betroffene sehr belastend. Sowohl die Schweißflecken als auch der Geruch sind unangenehm und führen wiederum zu Stress. Es entsteht ein Teufelskreis aus Angst und Schwitzen, der die Lebensqualität von Betroffenen erheblich einschränkt. Eine Hyperhidrose Behandlung erweist sich vor allem für Patienten, die unter der sogenannten axillären Form dieser Erkrankung leiden, als hilfreich. Die Möglichkeiten sollten zunächst mit einem Arzt durchgesprochen werden. Tritt eine starke Schweißbildung plötzlich und vorübergehend auf, kann dies ein Anzeichen für eine anderweitige Erkrankung sein und sich als Begleiterscheinung zeigen. Liegt eine primäre Hyperhidrose vor, die ohne anderweitige Erkrankungen ensteht, können diverse Maßnahmen ergriffen werden. In extremen Fällen kann auch ein operativer Eingriff Besserung bringen.

Schweißflecken

Unangenehmes Übel Schweißflecken: Was ist zu tun?

Wenn Schweißflecken ständig auftreten und zur Qual werden, leiden die Betroffenen meist unter Hyperhidrose – so bezeichnen Wissenschaftler übermäßig starkes Schwitzen. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland mindestens ein Prozent der Bevölkerung davon betroffen sind. Typischerweise treten Schweißränder an den Kleidungsteilen rund um die Achselhöhlen auf. Um die Bildung von Schweißflecken an diesen Stellen zu verhindern, haben sich diverse Hilfsmittel bewährt.

Schweißflecken vermeiden – Wie funktioniert das?

Die bekannteste Möglichkeit, mit der sich Schweißflecken verhindern lassen, ist die Anwendung von Antitranspiranten. Diese werden oft mit Deos verwechselt. Deos überdecken den Schweißgeruch jedoch nur, sie nutzen nichts gegen die Flecken im Hemd. Antitranspirante hingegen enthalten Aluminiumsalze, welche die Schweißdrüsen verengen. Dadurch tritt weniger Schweiß aus und es kommt auch nicht mehr zu Schweißflecken auf dem T-Shirt. Den Produkten wird der Wirkstoff Aluminiumchlorhydrat in unterschiedlicher Konzentration beigefügt.

Deos, Antitranspirante und Mischprodukte

Gegen starkes Schwitzen eignen sich Produkte mit einer Beimischung von fünf bis zehn Prozent Aluminiumchlorhydrat ideal. Antitranspirante verringern nicht nur die Schweißproduktion, sondern wirken zudem gegen Schweißgeruch. Der Grund dafür ist, dass die Bakterien in den Achselhöhlen, die für den typischen Schweißgeruch sorgen, weniger Nahrung bekommen, wenn nicht mehr so viel Schweiß gebildet wird. Im Handel sind auch Mischpräparate unter Bezeichnungen wie 24-Stunden-Deo oder Deo-Antitranspirant erhältlich, die bei leichtem Schwitzen weiterhelfen. In ihnen sind meist Aluminiumsalze in geringer Konzentration enthalten.

Achselpads als Schutz gegen Schweißflecken

Schwitzen, ob leicht oder stark, löst bei vielen Menschen Unbehagen aus. Sie fühlen sich unwohl, weil sie Schweißgeruch verströmen. Die Flecken im Hemd sehen nicht nur unschön aus, sondern irritieren auch das Gegenüber. Selbst mit stark dosierten Antitranspiranten lassen sich nicht alle Schweißflecken vermeiden. Um dieses Problem noch besser in den Griff zu bekommen, haben sich Achselpads zum Einkleben in die Ärmel bewährt – mit ihnen lassen sich auf der Kleidung sichtbare Schweißflecken verhindern. Wenn sich Schweiß bildet, wird er vom Achselpad absorbiert. Das Resultat: keine Flecken mehr im T-Shirt oder auf anderer Oberbekleidung.

Was hilft noch gegen Schweißflecken?

Um gegen die ärgerlichen Flecken im Hemd vorzugehen, empfehlen sich alle Maßnahmen, die das Schwitzen verringern. Dazu zählt luftdurchlässige Kleidung ebenso wie das Abrasieren der Achselhaare. Gesünder zu leben, wirkt sich oft auch direkt auf die Schweißbildung aus – also weniger rauchen, mehr Wasser trinken und auf das Gewicht achten. Bei manchen Menschen führen außerdem bestimmte Nahrungsmittel wie Chili zu Schweißausbrüchen. Diese sollten von den Betroffenen daher gemieden werden.

Lymphdrüsen

Zusammenhang zwischen Lymphdrüsen und übermäßigem Schwitzen

Übermäßiges Schwitzen kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Dabei sind nicht nur die nassen Flecken auf der Kleidung, sondern auch die auftretenden Körpergerüche eine Belastung im Alltag. Es kann vorkommen, dass schon bei der kleinsten Aktivität der Schweiß in Strömen zu fließen beginnt. Er zeigt sich in feinen Perlen auf der Stirn, obwohl man ganz ruhig an seinem Platz sitzt. Manche Personen beginnen unvermittelt am ganzen Körper zu schwitzen, obwohl es weder besonders warm ist noch eine Anstrengung unternommen wurde. Bei anderen Menschen treten nur verschwitzte Hände, Achseln oder Füße auf. Die übermäßige Schweißbildung wird fachsprachlich als Hyperhidrose bezeichnet. Sie kann ohne gesundheitlich nachweisbare Ursachen entstehen oder einen Zusammenhang mit einer Erkrankung haben. Zum Beispiel tritt bei Krankheiten wie Fettsucht, Schilddrüsenüberfunktion oder Herzschwäche oft eine übermäßige Schweißbildung auf. Geschwollene Lymphdrüsen sind ein Hinweis darauf, dass dem Schwitzen eine Krankheit zugrunde liegt.

Weitere Ursachen für das Schwitzen

Lymphdrüsen schwitzen selber nicht. Sie zeigen bei einer Schwellung jedoch an, dass der Körper mit einer Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger zu kämpfen hat. In Verbindung mit einer ungewöhnlich starken Schweißbildung kann die Reaktion der Lymphdrüsen ein Hinweis auf eine versteckte Krankheit sein. Falls die Ursachen für die Hyperhidrose nicht genau geklärt werden können, sollte man die Lymphknoten kontrollieren. Eine Schwellung kann durch gefährliche Krankheiten bedingt sein. So wird zum Beispiel das Pfeiffersche Drüsenfieber von starkem Schwitzen sowie Hals- und Gliederschmerzen begleitet. Starker Nachtschweiß kann in Verbindung mit Fieber und Gewichtsverlust auf ein malignes Lymphom hindeuten. Auch Borreliose kann sich durch geschwollene Lymphknoten und übermäßige Schwitzen andeuten. HIV-infizierte Jugendliche zeigen in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit ebenfalls starken Nachtschweiß und auffällige Veränderungen der Lymphdrüsen.

Lymphdrüsen kontrollieren

Wer an einer plötzlich auftretenden Hyperhidrose leidet, sollte aus diesem Grund nicht nur einmalig, sondern regelmäßig seine Lymphdrüsen kontrollieren. Wer die Lymphknoten unter der Achsel und in anderen Körperregionen abtastet und dabei feststellt, dass sie sich stark vergrößert haben, sollte recht bald einen Arzt aufsuchen. So kann bei Vorliegen einer ernsten Erkrankung unter Umständen je nach Krankheit eine Ansteckung Dritter oder eine Verschlimmerung verhindert und eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Ein rechtzeitiges Eingreifen kann lebensrettend sein. Im besten Fall erhält der Patient die beruhigende Auskunft, dass die Erkrankung vergleichsweise harmlos und heilbar ist.

Achsel

Geruch unter der Achsel – wenn Achselschweiß belastet

Etwa 3 Prozent der gesamten Weltbevölkerung leiden unter vermehrtem Achselschweiß, der Hyperhidrose. Wenn Schwitzen Krankheitswert hat und mit starkem Körpergeruch einhergeht, sollte eine Achselschweißbehandlung erfolgen, um der gesellschaftlichen Ablehnung vorzubeugen. Die Hyperhidrose kann verschiedene Ursachen haben, doch die Auswirkung ist immer gleich. Die Schweißbildung ist extrem und betrifft große Areale des Körpers, bevorzugt aber die Achsel.

Gibt es eine effektive Hilfe gegen Achselschweiß?

Betroffene suchen nach einer Achselschweißtherapie, die wirklich hilft und den unangenehmen Geruch nicht nur kurzzeitig überdeckt. Bekannte Hilfsmittel wie Deos und Achselpads sind bei starker Schweißbildung und hoher Bakterienansiedlung nur wenig effektiv. Verstärkter Schweiß unter den Achseln wird als axilläre Hyperhidrose bezeichnet und die Schweißflecken im Hemd zeugen von einer Transpirationsstärke, die laut Medizinern bei Flecken ab Handtellergröße nicht mehr normal ist. Die Angst vor Schweißflecken verstärkt die Transpiration zusätzlich und steigert den Schweißfluss. Sollten ein Antitranspirant oder eine Behandlung mit Botolinumtoxin A nicht helfen, ist die operative Entfernung der Schweißdrüsen die einzig wirkungsvolle Achselschweißtherapie. Allerdings ist die Methode umstritten, da es in einigen Fällen nach der Achselschweißbehandlung zu starkem Schwitzen anderer Körperbereiche kommen kann. Generell wird die Entfernung der Schweißdrüsen als letzte Möglichkeit betrachtet und dient nur dann als empfehlenswerte Hilfe gegen Achselschweiß, wenn andere Verfahren bereits versucht wurden und keine Wirkung erzielt haben.

Warum schwitzen wir und welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei Hitze, bei erhöhter Körpertemperatur oder unter Stress ist starkes Schwitzen vor allem unter der Achsel normal und dient der Temperaturregulierung. Tritt die vermehrte Schweißbildung allerdings ohne sichtbaren Grund auf, kann von einer krankhaften Hyperhidrose ausgegangen werden. In diesem Fall ist eine Achselschweißtherapie zielführend und bewahrt Betroffene vor der gesellschaftlichen Isolation. Starker Schweißgeruch wird mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht, auch wenn diese kaum für die Bildung von Bakterien unter der Achsel verantwortlich ist. Die Überdeckung von Gerüchen eignet sich nicht als Hilfe gegen Achselschweiß und verstärkt das Problem eher, als dass eine Besserung erzielt wird. Deodorants auf Basis einer Aluminiumchlorhydrat-Lösung regulieren die Schweißbildung durch eine Verengung der Schweißdrüsen. Diese Methode hilft bei starker Schweißbildung, ist zur Achselschweißtherapie bei krankhaftem Schwitzen aber nicht ausreichend. Ehe eine Achselschweißbehandlung erfolgt, sollte man beim Hautarzt um Rat ersuchen und sich eine wirkungsvolle Hilfe gegen Achselschweiß empfehlen lassen. Der Hautarzt stimmt die Behandlung auf die Schweißintensität ab und stellt im Vorfeld eine Diagnose laut Untersuchungsbefund.

Schweißfrei

Überwiegend schweißfrei leben – starten Sie unbeschwert durch

Wer übermäßig schwitzt, ist bei der Gestaltung des Lebens häufig eingeschränkt. Dabei resultieren nicht selten Scham und Unsicherheit aus der übermäßigen Absonderung der salzigen Flüssigkeit, die unseren Körper kühlen soll. Diese Funktion unseres Organismus ist zwar lebensnotwendig, doch wenn sie außer Kontrolle gerät, leiden Betroffene unter einer ungewöhnlich hohen Perspiration. Völlig schweißfrei zu sein, darf bei Gegenmaßnahmen nicht das Ziel sein, da die Körpertemperatur weiterhin auch über Verdunstung geregelt werden muss. Daher ist normales Schwitzen ein gutes Zeichen und kein Anlass zur Sorge. Es ist jedoch möglich, extreme Schweißproduktion zu verhindern.

Bewährte Mittel gegen eine erhöhte Schweißbildung

Wenn alternative Therapien nicht helfen, muss das Problem in die Hände eines Arztes gegeben werden. Wenn ärztlich verordnete Antitranspirantien nicht zufriedenstellend wirken, kommt noch eine Beeinflussung der Drüsenfunktion selbst infrage. Die Behandlung mit Botulinumtoxin, das im allgemeinen Sprachgebrauch als Botox bekannt ist, gilt als eine effektive Maßnahme zur Verminderung der Schweißproduktion. Wird Botox gegen Schwitzen eingesetzt, injiziert der behandelnde Arzt dem Patienten das Nervengift in die betroffene Stelle und lähmt damit die Schweißdrüsen für einen gewissen Zeitraum. Hierdurch wird weniger Feuchtigkeit gebildet, wobei die Behandlung je nach Bedarf und Ausprägung der Hyperhidrose aufgefrischt werden muss. In den meisten Fällen beeinflusst außerdem eine Änderung der Lebensgewohnheiten die übermäßige Schweißproduktion. So ist es hilfreich, bei der Kleiderwahl Stoffe aus unbehandelten Naturfasern zu bevorzugen. Diese zeichnen sich im Gegensatz zu künstlichen Materialien durch atmungsaktive und geruchsneutralisierende Eigenschaften aus. Da Menschen in Stresssituationen zu einer vermehrten Schweißproduktion neigen, ist es zudem ratsam, entsprechende Situationen zu vermeiden oder zu lernen, wie sie diese entschärfen können. Meditation, Yoga, Ausdauersport oder autogenes Training sind ideal zur Vorbeugung und Entspannung geeignet.

Wann Botox gegen Schwitzen sinnvoll ist

In stark ausgeprägten Fällen der Hyperhidrose ist es ratsam, über eine Behandlung mit Botulinumtoxin nachzudenken. Dies liegt daran, dass trotz einer gesunden Lebensweise zahlreiche unbestimmte Faktoren ausschlaggebend dafür sein können, dass die Talgdrüsen unverhältnismäßig viel Flüssigkeit absondern. Da die Perspiration eine lebensnotwendige Körperfunktion darstellt, sollten unter Hyperhidrose leidende Personen nicht davor zurückschrecken, bei Bedarf den Arzt ihres Vertrauens zu konsultieren. Schließlich gilt es, potenzielle Grunderkrankungen Ihres Organismus auszuschließen, die eine übermäßige Schweißproduktion begünstigen. In jedem Fall ist es wichtig, ausreichend viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dies wirkt Folgebeschwerden wie Konzentrationsstörungen oder Schwindel effektiv entgegen. Weitgehend schweißfrei leben bedeutet in jedem Fall, das Selbstbewusstsein zu stärken, wieder zum eigenen Körper zu stehen und den Alltag in vollen Zügen genießen zu können.

Schwitzen Hyperhidrose – Wenn Schwitzen nicht gesund ist Als lebenswichtige Funktion dient Schwitzen dem Organismus zur Regulierung seiner Körpertemperatur. Ab wann es als starkes... mehr erfahren »
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Schwitzen

Hyperhidrose – Wenn Schwitzen nicht gesund ist

Als lebenswichtige Funktion dient Schwitzen dem Organismus zur Regulierung seiner Körpertemperatur. Ab wann es als starkes Schwitzen gelten kann, ist von einer subjektiven Einschätzung der Betroffenen abhängig. Übermäßiges Schwitzen – die sogenannte Hyperhidrose – tritt weltweit bei etwa 3 Prozent der Menschen infolge oder aufgrund einer Krankheit auf. Sie kann generalisiert oder lokal begrenzt sein. Dabei bilden sich innerhalb von 5 Minuten bis zu 100 Milligramm Schweiß in der Achselhöhle.

Die Übergänge verlaufen fließend

Ob ein natürlicher oder ein krankhafter Prozess vorliegt, hängt davon ab, wie Betroffene die vermehrte Schweißbildung ihres Körpers wahrnehmen. Aus medizinischer Sicht sind die Übergänge zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität durch starkes Schwitzen schwer abgrenzbar und verlaufen oft fließend. Übermäßiges Schwitzen tritt unabhängig von der körperlichen Aktivität, der bestehenden Temperatur sowie der Tages- oder Jahreszeit auf. Sobald das Schwitzen als unangenehm und störend empfunden wird, sollte ein Facharzt aufgesucht werden.

Die Einteilung der Hyperhidrose

Bei einer generalisierten Hyperhidrose zeigt sich die vermehrte Schweißbildung großflächig oder am ganzen Körper. Bleibt eine übermäßige Transpiration auf Achseln, Hände, Füße oder Kopf begrenzt, liegt eine lokale Hyperhidrose vor.

Tritt bereits in der Pubertät ohne erkennbaren Grund ein starkes Schwitzen auf, sprechen Mediziner von einer primären Hyperhidrose. Sie ist die häufigste Form, bei der das krankhafte Schwitzen lebenslang bestehen bleibt.

Übermäßiges Schwitzen kann spezielle Krankheitsbilder begleiten. Dazu gehören hormonell bedingte Veränderungen (Hypophysenunterfunktion, Wechseljahre, Schilddrüsenüberfunktion), bösartige Erkrankungen, neurologische Auffälligkeiten, Diabetes, Herzschwäche, Adipositas, Arzneimittelwirkung, chronische Infekte und psychische Probleme. Diese Form der Erkrankung wird als sekundäre Hyperhidrose bezeichnet.

Wahrscheinlich höhere Dunkelziffer der Betroffenen

Untersuchungen zufolge ist ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland an einer Hyperhidrose erkrankt. Die tatsächliche Anzahl ist wahrscheinlich deutlich höher, da sich viele Betroffene scheuen, einen Arzt aufzusuchen. Übermäßiges Schwitzen ohne erkennbaren Grund ist nicht nur durch vermehrte Schweißbildung ersichtlich, sondern verursacht auch einen unangenehmen Geruch. So kann starkes Schwitzen zu einer großen Belastung im beruflichen und persönlichen Umfeld der Betroffenen führen. Gesellschaftlich werden Menschen mit einem krankhaften Schwitzen vorschnell als nervös, unsicher oder unsauber bewertet. Daraus entwickelt sich für viele Erkrankte ein Leidensweg mit Angst, Depression, Einsamkeit und Benachteiligung.

Axilläre Nässe

Das Ausmaß einer erhöhten Transpiration in den Achselhöhlen ist anhand von Schweißflecken auf der Oberbekleidung erkennbar. Ärzte empfinden einen handtellergroßen Fleck als normal. Die axilläre Hyperhidrose nicht willentlich beeinflussen zu können, ist für viele Betroffene mit Angst verbunden, die den Achselschweiß verstärkt und die Lebensqualität beeinträchtigt.

Warum schwitzen wir?

Schwitzen als natürliche Klimaanlage unseres Körpers

Je heißer es wird, umso mehr schwitzen wir. Schweiß besteht zu 99 % aus Wasser und Salz. Das restliche eine Prozent teilen sich über 250 Substanzen, die mit dem Schweiß ausgeschieden und durch starkes Schwitzen aus dem Körper geschwemmt werden. Übermäßiges Schwitzen geht mit einem starken Geruch einher, der in unserer Gesellschaft mit Unsauberkeit und mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht wird. Dabei ist Schweiß eigentlich geruchlos.

Ursachen von Schweißbildung und Schweißgeruch

Bei heißen Temperaturen, bei sportlicher Betätigung, aber auch beim Tragen von Kleidung aus schweißfördernden Materialien sondert der Körper Schweiß ab. Diese geruchlose Flüssigkeit dient der Temperaturregulierung des Körpers und schließt aus, dass wir überhitzen. Frischer Schweiß ist entgegen der weit verbreiteten Meinung jedoch geruchlos. Dass starkes Schwitzen mit dem bekannten und wenig beliebten Schweißgeruch einhergeht, liegt daran, dass die Verbindung von Schweiß und Bakterien auf der Hautoberfläche zu einer chemischen Reaktion und damit zur Bildung von Schweißgeruch führt. Schweiß schwemmt Giftstoffe aus dem Körper und dient der Regulierung der Körpertemperatur, wodurch er sich vor allem bei kräftezehrender Betätigung in größerer Menge bildet. Jeder Mensch verfügt über zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen, die über den gesamten Körper verteilt sind. Dabei unterscheidet man zwischen apokrinen und ekkrinen Schweißdrüsen, von denen lediglich die apokrinen Drüsen Geruch durch übermäßiges Schwitzen begünstigen. Diese liegen vor allem unter der Achselhöhle und scheiden eine besonders große Menge an Flüssigkeit aus.

Gründe für eine erhöhte Schweißbildung

Die körpereigene Klimaanlage springt immer dann an, wenn die Physis oder die Psyche Belastungen ausgesetzt werden. Nicht nur bei Muskelarbeit oder bei heißen Temperaturen, sondern auch in emotionalen Belastungssituationen reagieren wir mit übermäßiger Schweißbildung. Hormonelle Veränderungen begünstigen starkes Schwitzen ebenso wie die Pubertät oder eine nervöse Anspannung. In den wenigsten Fällen ist übermäßiges Schwitzen eine Begleiterscheinung von Erkrankungen, sodass man sich trotz schneller und starker Schweißbildung nicht unbedingt Gedanken um die Gesundheit machen muss. Auch wenn Schwitzen als unangenehm empfunden und unberechtigterweise mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht wird, handelt es sich doch um eine der natürlichsten und wichtigsten Reaktionen des menschlichen Körpers. Bei höherer Belastung, bei Angst oder Wut kann starkes Schwitzen eine Begleiterscheinung sein und die im aufgeregten Zustand erhöhte Körpertemperatur effektiv senken. Lediglich übermäßiges Schwitzen ohne erkennbare Ursache sollte ein Anhaltspunkt für eine medizinische Untersuchung und die Einleitung von Gegenmaßnahmen sein.

Hyperhidrose

Ursachen der übermäßigen Schweißproduktion

Die Schweißbildung bei körperlicher Anstrengung oder mentaler Belastung ist ganz normal und dient dem Körper als natürliche Klimaanlage. Einige Menschen leiden jedoch an einer übermäßigen Schweißbildung, einer Hyperhidrose, wie krankhaftes Schwitzen auch bezeichnet wird. Welche Form einer Hyperhidrose vorliegt und welche Behandlungsmöglichkeiten es für den Betroffenen gibt, lässt sich bei einem Arzt abklären.

Normales Schwitzen und krankhaftes Schwitzen

Bei starker körperlicher oder psychischer Anstrengung, in Ausnahmesituationen oder bei Wut und Angst schwitzt man stärker und neigt zur punktuellen oder zur flächendeckenden Schweißbildung. Vor allem unter den Achseln, an den Fußsohlen und Händen sowie auf der Stirn bildet sich sichtbarer Schweiß. In diesem Fall ist das Schwitzen ganz normal. Es handelt sich um eine natürliche Reaktion auf einen Ausnahmezustand, Schweißbildung sorgt für die Regulierung der Körpertemperatur. Wenn der Körper jedoch übermäßig Schweiß produziert, ohne dass es einen Grund gibt, spricht man von Hyperhidrose oder krankhaftem Schwitzen. Beispielsweise, wenn weder hohe Temperaturen herrschen noch körperliche Aktivitäten oder Stress als Ursache für das Schwitzen in Frage kommen. Hyperhidrose kann in generalisierter und lokalisierter Form auftreten. Bei Betroffenen, die am ganzen Körper übermäßig schwitzen, spricht man von generalisierter Hyperhidrose. Tritt die übermäßige Schweißproduktion hauptsächlich an einer bestimmen Körperstelle, beispielsweise unter den Achseln, auf, spricht man von einer lokalisierten Hyperhidrose. Weiterhin kann starkes Schwitzen allein (primäre Hyperhidrose) oder als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung (sekundäre Hyperhidrose) auftreten. Die Ursachen einer primären Hyperhidrose sind bislang nicht bekannt.

Schwitzen als Krankheit – belastend für Betroffene

Krankhaftes Schwitzen ist für Betroffene sehr belastend. Sowohl die Schweißflecken als auch der Geruch sind unangenehm und führen wiederum zu Stress. Es entsteht ein Teufelskreis aus Angst und Schwitzen, der die Lebensqualität von Betroffenen erheblich einschränkt. Eine Hyperhidrose Behandlung erweist sich vor allem für Patienten, die unter der sogenannten axillären Form dieser Erkrankung leiden, als hilfreich. Die Möglichkeiten sollten zunächst mit einem Arzt durchgesprochen werden. Tritt eine starke Schweißbildung plötzlich und vorübergehend auf, kann dies ein Anzeichen für eine anderweitige Erkrankung sein und sich als Begleiterscheinung zeigen. Liegt eine primäre Hyperhidrose vor, die ohne anderweitige Erkrankungen ensteht, können diverse Maßnahmen ergriffen werden. In extremen Fällen kann auch ein operativer Eingriff Besserung bringen.

Schweißflecken

Unangenehmes Übel Schweißflecken: Was ist zu tun?

Wenn Schweißflecken ständig auftreten und zur Qual werden, leiden die Betroffenen meist unter Hyperhidrose – so bezeichnen Wissenschaftler übermäßig starkes Schwitzen. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland mindestens ein Prozent der Bevölkerung davon betroffen sind. Typischerweise treten Schweißränder an den Kleidungsteilen rund um die Achselhöhlen auf. Um die Bildung von Schweißflecken an diesen Stellen zu verhindern, haben sich diverse Hilfsmittel bewährt.

Schweißflecken vermeiden – Wie funktioniert das?

Die bekannteste Möglichkeit, mit der sich Schweißflecken verhindern lassen, ist die Anwendung von Antitranspiranten. Diese werden oft mit Deos verwechselt. Deos überdecken den Schweißgeruch jedoch nur, sie nutzen nichts gegen die Flecken im Hemd. Antitranspirante hingegen enthalten Aluminiumsalze, welche die Schweißdrüsen verengen. Dadurch tritt weniger Schweiß aus und es kommt auch nicht mehr zu Schweißflecken auf dem T-Shirt. Den Produkten wird der Wirkstoff Aluminiumchlorhydrat in unterschiedlicher Konzentration beigefügt.

Deos, Antitranspirante und Mischprodukte

Gegen starkes Schwitzen eignen sich Produkte mit einer Beimischung von fünf bis zehn Prozent Aluminiumchlorhydrat ideal. Antitranspirante verringern nicht nur die Schweißproduktion, sondern wirken zudem gegen Schweißgeruch. Der Grund dafür ist, dass die Bakterien in den Achselhöhlen, die für den typischen Schweißgeruch sorgen, weniger Nahrung bekommen, wenn nicht mehr so viel Schweiß gebildet wird. Im Handel sind auch Mischpräparate unter Bezeichnungen wie 24-Stunden-Deo oder Deo-Antitranspirant erhältlich, die bei leichtem Schwitzen weiterhelfen. In ihnen sind meist Aluminiumsalze in geringer Konzentration enthalten.

Achselpads als Schutz gegen Schweißflecken

Schwitzen, ob leicht oder stark, löst bei vielen Menschen Unbehagen aus. Sie fühlen sich unwohl, weil sie Schweißgeruch verströmen. Die Flecken im Hemd sehen nicht nur unschön aus, sondern irritieren auch das Gegenüber. Selbst mit stark dosierten Antitranspiranten lassen sich nicht alle Schweißflecken vermeiden. Um dieses Problem noch besser in den Griff zu bekommen, haben sich Achselpads zum Einkleben in die Ärmel bewährt – mit ihnen lassen sich auf der Kleidung sichtbare Schweißflecken verhindern. Wenn sich Schweiß bildet, wird er vom Achselpad absorbiert. Das Resultat: keine Flecken mehr im T-Shirt oder auf anderer Oberbekleidung.

Was hilft noch gegen Schweißflecken?

Um gegen die ärgerlichen Flecken im Hemd vorzugehen, empfehlen sich alle Maßnahmen, die das Schwitzen verringern. Dazu zählt luftdurchlässige Kleidung ebenso wie das Abrasieren der Achselhaare. Gesünder zu leben, wirkt sich oft auch direkt auf die Schweißbildung aus – also weniger rauchen, mehr Wasser trinken und auf das Gewicht achten. Bei manchen Menschen führen außerdem bestimmte Nahrungsmittel wie Chili zu Schweißausbrüchen. Diese sollten von den Betroffenen daher gemieden werden.

Lymphdrüsen

Zusammenhang zwischen Lymphdrüsen und übermäßigem Schwitzen

Übermäßiges Schwitzen kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Dabei sind nicht nur die nassen Flecken auf der Kleidung, sondern auch die auftretenden Körpergerüche eine Belastung im Alltag. Es kann vorkommen, dass schon bei der kleinsten Aktivität der Schweiß in Strömen zu fließen beginnt. Er zeigt sich in feinen Perlen auf der Stirn, obwohl man ganz ruhig an seinem Platz sitzt. Manche Personen beginnen unvermittelt am ganzen Körper zu schwitzen, obwohl es weder besonders warm ist noch eine Anstrengung unternommen wurde. Bei anderen Menschen treten nur verschwitzte Hände, Achseln oder Füße auf. Die übermäßige Schweißbildung wird fachsprachlich als Hyperhidrose bezeichnet. Sie kann ohne gesundheitlich nachweisbare Ursachen entstehen oder einen Zusammenhang mit einer Erkrankung haben. Zum Beispiel tritt bei Krankheiten wie Fettsucht, Schilddrüsenüberfunktion oder Herzschwäche oft eine übermäßige Schweißbildung auf. Geschwollene Lymphdrüsen sind ein Hinweis darauf, dass dem Schwitzen eine Krankheit zugrunde liegt.

Weitere Ursachen für das Schwitzen

Lymphdrüsen schwitzen selber nicht. Sie zeigen bei einer Schwellung jedoch an, dass der Körper mit einer Abwehrreaktion gegen Krankheitserreger zu kämpfen hat. In Verbindung mit einer ungewöhnlich starken Schweißbildung kann die Reaktion der Lymphdrüsen ein Hinweis auf eine versteckte Krankheit sein. Falls die Ursachen für die Hyperhidrose nicht genau geklärt werden können, sollte man die Lymphknoten kontrollieren. Eine Schwellung kann durch gefährliche Krankheiten bedingt sein. So wird zum Beispiel das Pfeiffersche Drüsenfieber von starkem Schwitzen sowie Hals- und Gliederschmerzen begleitet. Starker Nachtschweiß kann in Verbindung mit Fieber und Gewichtsverlust auf ein malignes Lymphom hindeuten. Auch Borreliose kann sich durch geschwollene Lymphknoten und übermäßige Schwitzen andeuten. HIV-infizierte Jugendliche zeigen in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit ebenfalls starken Nachtschweiß und auffällige Veränderungen der Lymphdrüsen.

Lymphdrüsen kontrollieren

Wer an einer plötzlich auftretenden Hyperhidrose leidet, sollte aus diesem Grund nicht nur einmalig, sondern regelmäßig seine Lymphdrüsen kontrollieren. Wer die Lymphknoten unter der Achsel und in anderen Körperregionen abtastet und dabei feststellt, dass sie sich stark vergrößert haben, sollte recht bald einen Arzt aufsuchen. So kann bei Vorliegen einer ernsten Erkrankung unter Umständen je nach Krankheit eine Ansteckung Dritter oder eine Verschlimmerung verhindert und eine geeignete Therapie eingeleitet werden. Ein rechtzeitiges Eingreifen kann lebensrettend sein. Im besten Fall erhält der Patient die beruhigende Auskunft, dass die Erkrankung vergleichsweise harmlos und heilbar ist.

Achsel

Geruch unter der Achsel – wenn Achselschweiß belastet

Etwa 3 Prozent der gesamten Weltbevölkerung leiden unter vermehrtem Achselschweiß, der Hyperhidrose. Wenn Schwitzen Krankheitswert hat und mit starkem Körpergeruch einhergeht, sollte eine Achselschweißbehandlung erfolgen, um der gesellschaftlichen Ablehnung vorzubeugen. Die Hyperhidrose kann verschiedene Ursachen haben, doch die Auswirkung ist immer gleich. Die Schweißbildung ist extrem und betrifft große Areale des Körpers, bevorzugt aber die Achsel.

Gibt es eine effektive Hilfe gegen Achselschweiß?

Betroffene suchen nach einer Achselschweißtherapie, die wirklich hilft und den unangenehmen Geruch nicht nur kurzzeitig überdeckt. Bekannte Hilfsmittel wie Deos und Achselpads sind bei starker Schweißbildung und hoher Bakterienansiedlung nur wenig effektiv. Verstärkter Schweiß unter den Achseln wird als axilläre Hyperhidrose bezeichnet und die Schweißflecken im Hemd zeugen von einer Transpirationsstärke, die laut Medizinern bei Flecken ab Handtellergröße nicht mehr normal ist. Die Angst vor Schweißflecken verstärkt die Transpiration zusätzlich und steigert den Schweißfluss. Sollten ein Antitranspirant oder eine Behandlung mit Botolinumtoxin A nicht helfen, ist die operative Entfernung der Schweißdrüsen die einzig wirkungsvolle Achselschweißtherapie. Allerdings ist die Methode umstritten, da es in einigen Fällen nach der Achselschweißbehandlung zu starkem Schwitzen anderer Körperbereiche kommen kann. Generell wird die Entfernung der Schweißdrüsen als letzte Möglichkeit betrachtet und dient nur dann als empfehlenswerte Hilfe gegen Achselschweiß, wenn andere Verfahren bereits versucht wurden und keine Wirkung erzielt haben.

Warum schwitzen wir und welche Behandlungsmethoden gibt es?

Bei Hitze, bei erhöhter Körpertemperatur oder unter Stress ist starkes Schwitzen vor allem unter der Achsel normal und dient der Temperaturregulierung. Tritt die vermehrte Schweißbildung allerdings ohne sichtbaren Grund auf, kann von einer krankhaften Hyperhidrose ausgegangen werden. In diesem Fall ist eine Achselschweißtherapie zielführend und bewahrt Betroffene vor der gesellschaftlichen Isolation. Starker Schweißgeruch wird mit mangelnder Hygiene in Verbindung gebracht, auch wenn diese kaum für die Bildung von Bakterien unter der Achsel verantwortlich ist. Die Überdeckung von Gerüchen eignet sich nicht als Hilfe gegen Achselschweiß und verstärkt das Problem eher, als dass eine Besserung erzielt wird. Deodorants auf Basis einer Aluminiumchlorhydrat-Lösung regulieren die Schweißbildung durch eine Verengung der Schweißdrüsen. Diese Methode hilft bei starker Schweißbildung, ist zur Achselschweißtherapie bei krankhaftem Schwitzen aber nicht ausreichend. Ehe eine Achselschweißbehandlung erfolgt, sollte man beim Hautarzt um Rat ersuchen und sich eine wirkungsvolle Hilfe gegen Achselschweiß empfehlen lassen. Der Hautarzt stimmt die Behandlung auf die Schweißintensität ab und stellt im Vorfeld eine Diagnose laut Untersuchungsbefund.

Schweißfrei

Überwiegend schweißfrei leben – starten Sie unbeschwert durch

Wer übermäßig schwitzt, ist bei der Gestaltung des Lebens häufig eingeschränkt. Dabei resultieren nicht selten Scham und Unsicherheit aus der übermäßigen Absonderung der salzigen Flüssigkeit, die unseren Körper kühlen soll. Diese Funktion unseres Organismus ist zwar lebensnotwendig, doch wenn sie außer Kontrolle gerät, leiden Betroffene unter einer ungewöhnlich hohen Perspiration. Völlig schweißfrei zu sein, darf bei Gegenmaßnahmen nicht das Ziel sein, da die Körpertemperatur weiterhin auch über Verdunstung geregelt werden muss. Daher ist normales Schwitzen ein gutes Zeichen und kein Anlass zur Sorge. Es ist jedoch möglich, extreme Schweißproduktion zu verhindern.

Bewährte Mittel gegen eine erhöhte Schweißbildung

Wenn alternative Therapien nicht helfen, muss das Problem in die Hände eines Arztes gegeben werden. Wenn ärztlich verordnete Antitranspirantien nicht zufriedenstellend wirken, kommt noch eine Beeinflussung der Drüsenfunktion selbst infrage. Die Behandlung mit Botulinumtoxin, das im allgemeinen Sprachgebrauch als Botox bekannt ist, gilt als eine effektive Maßnahme zur Verminderung der Schweißproduktion. Wird Botox gegen Schwitzen eingesetzt, injiziert der behandelnde Arzt dem Patienten das Nervengift in die betroffene Stelle und lähmt damit die Schweißdrüsen für einen gewissen Zeitraum. Hierdurch wird weniger Feuchtigkeit gebildet, wobei die Behandlung je nach Bedarf und Ausprägung der Hyperhidrose aufgefrischt werden muss. In den meisten Fällen beeinflusst außerdem eine Änderung der Lebensgewohnheiten die übermäßige Schweißproduktion. So ist es hilfreich, bei der Kleiderwahl Stoffe aus unbehandelten Naturfasern zu bevorzugen. Diese zeichnen sich im Gegensatz zu künstlichen Materialien durch atmungsaktive und geruchsneutralisierende Eigenschaften aus. Da Menschen in Stresssituationen zu einer vermehrten Schweißproduktion neigen, ist es zudem ratsam, entsprechende Situationen zu vermeiden oder zu lernen, wie sie diese entschärfen können. Meditation, Yoga, Ausdauersport oder autogenes Training sind ideal zur Vorbeugung und Entspannung geeignet.

Wann Botox gegen Schwitzen sinnvoll ist

In stark ausgeprägten Fällen der Hyperhidrose ist es ratsam, über eine Behandlung mit Botulinumtoxin nachzudenken. Dies liegt daran, dass trotz einer gesunden Lebensweise zahlreiche unbestimmte Faktoren ausschlaggebend dafür sein können, dass die Talgdrüsen unverhältnismäßig viel Flüssigkeit absondern. Da die Perspiration eine lebensnotwendige Körperfunktion darstellt, sollten unter Hyperhidrose leidende Personen nicht davor zurückschrecken, bei Bedarf den Arzt ihres Vertrauens zu konsultieren. Schließlich gilt es, potenzielle Grunderkrankungen Ihres Organismus auszuschließen, die eine übermäßige Schweißproduktion begünstigen. In jedem Fall ist es wichtig, ausreichend viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Dies wirkt Folgebeschwerden wie Konzentrationsstörungen oder Schwindel effektiv entgegen. Weitgehend schweißfrei leben bedeutet in jedem Fall, das Selbstbewusstsein zu stärken, wieder zum eigenen Körper zu stehen und den Alltag in vollen Zügen genießen zu können.